Geisbergsteig HP5 – Rapsgelb, Windräder und Rehe direkt am Weg. Was diese Tour so besonders macht.
Es gibt Touren, die man plant. Und es gibt Touren, auf denen man einfach stehen bleibt, die Kamera rausnimmt und vergisst, weiterzugehen. Der Geisbergsteig (HP5) gehört zur zweiten Kategorie. Die Route führt durch eine Landschaft, die man in dieser Kombination nicht erwartet: satte Rapsfelder, die sich über sanfte Hügel ziehen, Windräder als stille Landmarken, und immer wieder Waldabschnitte, in denen Rehe einfach so über den Weg laufen.






Was dich auf dem Geisbergsteig HP5 erwartet
Die Strecke wechselt mehrfach zwischen offenen Agrarflächen und ruhigen Waldwegen. Der Übergang ist jedes Mal anders – mal öffnet sich der Wald wie ein Tor in eine weite Wiesensenke, mal stehst du plötzlich auf einem Feldkamm mit Blick über ein grün-gelbes Hügelpanorama. Zwei Windräder tauchen an mehreren Stellen im Blickfeld auf und geben der Landschaft eine eigentümliche Ruhe – nicht störend, eher wie ein stiller Fixpunkt.
Besonders auffällig: die Tierwelt. Auf zwei Abschnitten bin ich Rehen direkt begegnet – einmal einem Rehbock, der entspannt den Waldweg überquerte, einmal zwei Tieren am Waldrand neben einem blühenden Rapsfeld. Das passiert nicht, wenn man mit Musik im Ohr durchmarschiert. Langsam gehen, leise sein, Kamera griffbereit – das ist die richtige Einstellung für diese Tour.
Beste Jahreszeit und Tageszeit
Klare Empfehlung: Mai und Juni, wenn der Raps in voller Blüte steht. Das Gelb der Felder gegen den blauen Himmel ist fotogenisch auf eine direkte, ehrliche Art. Morgens und abends wirft das Licht lange Schatten über die Hügel und das Leuchten der Felder wird nochmal intensiver. Wer den Abschnitt mit den Windrädern im Abendlicht erleben will, sollte die Tour so planen, dass er diesen Bereich am späten Nachmittag erreicht – das lohnt sich wirklich.
Wildblumen als Bonus
Auf den offeneren Abschnitten wachsen Wildblumen direkt am Wegrand. Als Vordergrund für Aufnahmen mit Rapsfeldern und Windrädern im Hintergrund funktioniert das erstaunlich gut. Früh morgens kommt noch der Tau dazu – wer fotografiert, stellt den Wecker.
Anfahrt und Parken
Da der genaue Ausgangspunkt des Geisbergsteigs (HP5) variieren kann, empfiehlt sich eine kurze Recherche vor Ort – Komoot oder die offizielle Wanderkarte helfen dabei. Generell gilt: Die Region ist mit dem Auto gut erreichbar, kleinere Parkplätze an Waldrändern oder Feldwegen sind in solchen Gegenden meist vorhanden. Öffentliche Verkehrsmittel sind je nach Einstiegspunkt eingeschränkt – Auto ist realistischer.
Ausrüstung
- Festes Schuhwerk, gerade nach Regen können Feldwege lehmig werden
- Sonnenschutz auf den offenen Abschnitten – kein Schatten, viel Himmel
- Kamera oder zumindest ein gutes Smartphone – die Motive rechtfertigen es
- Wasser mitnehmen, Einkehrmöglichkeiten sind auf dem Streckenverlauf nicht garantiert
Einkehr
Direkte Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke sind nicht bekannt – plane die Tour so, dass du am Start- oder Endpunkt einkehren kannst, oder nimm ausreichend Proviant mit. Ein Picknick auf einem der Feldkämme mit Blick über die Rapsfelder ist sowieso die bessere Option.
Fazit
Der Geisbergsteig (HP5) ist keine spektakuläre Gipfeltour, aber er ist ehrlich und konkret. Weite Blicke, blühende Felder, ruhige Wälder, Wildtiere – das ist das Angebot. Wer langsam geht und aufmerksam bleibt, wird mehr sehen als gedacht. Für Fotografen mit Interesse an Landschaft und Natur gehört diese Strecke in die engere Auswahl.
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