Die Traumschleife Der Hochwälder führt durch Felder, Bachtäler und sonnendurchfluteten Mischwald – 9,3 km voller stiller Momente.
Manche Touren hängen einem wochenlang nach. Die Traumschleife Der Hochwälder ist so eine. Nicht wegen spektakulärer Gipfel oder Schluchten – sondern wegen dieser ruhigen, fast meditativen Abwechslung aus Offenland und Wald, aus Licht und Schatten, die sich über 9,3 km entfaltet.






Start: Schotterweg, weiter Blick, erster Hochsitz
Der Weg beginnt – ich bin kurz nach dem Mittag gestartet – mit einem breiten Schotterweg, der sich durch offene Felder zieht. Rechts ein Hochsitz am Waldrand, links Laubgehölz, dahinter ein weites Tal. Das Licht steht noch hoch, der Himmel ist knallblau. Nach wenigen hundert Metern wechselt die Route auf einen sonnendurchfluteten Wiesenweg direkt am Baumstreifen entlang – lange Schatten, sattgrünes Gras, kein Mensch weit und breit. Genau so fängt eine gute Tour an.
Offene Felder, frisch gemähte Wiesen, Waldlichtungen
Der mittlere Teil der Schleife ist geprägt von diesem ständigen Wechsel: weite Wiesenlandschaft unter offenem Himmel, dann wieder ein schmaler Pfad, der sich zwischen Farn, Wildkräutern und alten Holzpfosten hindurchschlängelt. Wo gerade noch die Sonne auf ein frisch gemähtes Feld trifft, steht man kurz darauf unter dem Kronendach eines alten Mischwalds, durch den das Licht nur gefiltert fällt. Dieser Kontrast macht die Tour aus.
An einer Waldlichtung taucht ein schmaler Holzsteg auf, der aus dem Schatten hinüber ins Helle einer Wildblumenwiese führt – ein Detail, das ich lange nicht vergessen werde. Solche Übergänge von Dunkel zu Licht sind schwer zu fotografieren, aber leicht zu fühlen.
Der Stausee: Spiegelndes Wasser, Schilf im Gegenlicht
Das Herzstück der zweiten Tourenhälfte ist der Stausee. Der Weg startet und endet an der Touristinformation direkt am Stausee Losheim – wer das weiß, kann dort auch gut parken. Wenn man nach der Waldpassage wieder auf den See trifft, ist der Effekt enorm: Spiegelndes Wasser vor saftig grünem Mischwald, blauer Himmel, absolute Stille bis auf eine leichte Brise. Ich habe hier eine Weile gestanden und einfach nur geschaut.
Kurz davor, noch im Schilf am Ufer, trifft warmes Seitenlicht auf die Halme und taucht alles in ein weiches Goldton – das ist das Bild, das die Tour für mich symbolisiert. Wer ein Stativ dabei hat, sollte es hier auspacken.
Ein kleiner Insidertipp: Die Traumschleife Der Hochwälder verläuft auf einem Teil ihrer Strecke parallel zum Saar-Hunsrück-Steig – wer nach der Runde noch Lust hat, kann eine kurze Verlängerung spontan dranhängen, ohne groß navigieren zu müssen.
Praktische Infos auf einen Blick
- Länge: 9,3 km, Rundweg
- Höhenunterschied: Nur rund 110 Höhenmeter (min. 324 m, max. 434 m) – angenehm moderat, kaum fordernde Anstiege
- Startpunkt: Touristinformation am Stausee Losheim am See (Saarland), Parkplätze direkt vor Ort vorhanden
- Anfahrt: Mit dem Auto über die B268 Richtung Losheim am See; mit Bus R1 ab Merzig Bahnhof bis Losheim Bahnhof, dann ca. 20 Min. Fußweg zum Start
- Einkehr: Am Stausee gibt es mehrere Restaurants und Cafés – der Seegarten eignet sich gut für eine Pause nach der Tour
- Beste Jahreszeit: Ganzjährig begehbar; Sommer für das satte Grün und Schilf-Fotos ideal, Herbst für Farben im Mischwald
- Ausrüstung: Feste Wanderschuhe empfohlen – bei Nässe können einzelne Pfadabschnitte rutschig werden; Trinkwasser mitnehmen, keine Quelle unterwegs
- Bewertung: Das Deutsche Wanderinstitut hat die Tour mit 77 Erlebnispunkten bewertet – ein Qualitätsmerkmal, das hier wirklich stimmt
Für wen lohnt sich die Tour?
Für alle, die keine Lust auf Massen-Trubel haben, aber trotzdem gut markierte Wege schätzen. Familien mit älteren Kindern kommen hier genauso auf ihre Kosten wie Fotografen, die ruhige Naturmotive suchen. Der Höhenunterschied ist überschaubar, die Wegführung logisch – man kann entspannt schauen, statt ständig auf die Navigation zu achten. Die Tour liegt im Saarland, im Bereich des Saarschleifenlandes, und wer den Hunsrück als Wanderrevier noch nicht kennt, findet hier einen sehr guten Einstieg.
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Ein alter Baum hat sich quer über den Pfad gelegt — nicht als Hindernis, sondern als Tor. Moosgrün, Erdbraun, das Licht, das durch die Blätter fällt. Dieser Moment auf der Traumschleife Hubertusrunde hält inne, bevor der Weg weitergeht. Als Fleecedecke bringt er diesen stillen So
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