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Burgruine, Bachlauf und Almwiese: Traumschleife Almglück

Die Traumschleife Almglück führt durch Hochwaldpfade, vorbei an einer mittelalterlichen Burg – kurzweilig und dabei erstaunlich abwechslungsreich.

Was dich auf der Traumschleife Almglück erwartet

8,9 Kilometer, kaum Asphalt, dafür echter Waldpfad – die Traumschleife Almglück startet am Parkplatz der Harteichhütte bei Wadrill (Landkreis Merzig-Wadern) und lässt sich gut als Halbtagestour planen. Das Höhenprofil ist zahm: Zwischen 355 und 537 Metern bewegt sich die Strecke, und weil Start und Ziel auf fast identischer Höhe liegen, kommst du ohne böse Überraschungen zurück.

Der Einstieg: Laubtunnel und erster Bachbegleiter

Vom Parkplatz geht es zunächst in einen dicht bewachsenen Waldweg, der sich rasch zu einem echten Laubtunnel verengt. Das Licht fällt in schmalen Streifen durch die Kronen – morgens ist das besonders schön, wenn das Seitenlicht durch die Buchen bricht. Kurz darauf hörst du ihn schon, bevor du ihn siehst: Der Wadrillbach taucht auf, und ab hier begleitet dich das Wasser ein ganzes Stück. Bemooste Steine, ruhige Tümpel, das Plätschern im Hintergrund – das zieht sich wohltuend durch die erste Hälfte der Runde.

Geheimtipp: Brunnen „Weinfässchen”

Wer aufmerksam durch den Laubmischwald streift, stößt auf einen kleinen Brunnen namens „Weinfässchen” – ein charmantes Relikt am Wegesrand, das die meisten Wanderer achtlos passieren. Kurze Rast lohnt sich hier, allein wegen der Ruhe.

Das Herzstück: Burgruine mit Bergfried und Holzbrücke

Der eindeutige Höhepunkt der Tour liegt in der Streckenmitte: eine mittelalterliche Burgruine mit einem mächtigen Bergfried aus Bruchstein. Früh am Vormittag wirft der Turm dramatische Schatten auf die alten Mauern – wer eine Kamera dabei hat, wird hier eine Weile stehen bleiben. Über eine historische Holzbrücke mit Fachwerk-Geländer betritt man das Areal; das verwitterte Grauholz vor sattem Sommergrün ist ein Motiv, das sich von allein komponiert. Eine hölzerne Außentreppe führt direkt in den Rundturm hinauf – Panoramablick inklusive, bei Nässe aber lieber vorsichtig sein, die Stufen werden rutschig.

Rund um die Ruine wuchert üppiges Blattwerk, Farne schieben sich zwischen die Steine, und von unten durchs Blätterdach fotografiert wirkt der Turm tatsächlich wie aus einem Märchen herausgefallen. Plan hier ruhig zwanzig Minuten mehr ein.

Der Weg zur Hochwaldalm

Nach der Burg steigt der Pfad moderat an. Verwunschene Waldwege mit hohem Farnbewuchs zu beiden Seiten wechseln sich mit kurzen offenen Passagen ab, bis das Gelände auf ein Hochplateau überleitet. Hier öffnet sich der Blick – und kurz darauf liegt die Hochwaldalm vor dir. Im Sommer grasen Rinder und Pferde auf den Wiesen, das Gras ist satt, der Horizont weit. Eine Holzhütte am Wegrand lädt zur Rast ein; selbst bei einem kurzen Schauer bleibt man hier trocken.

Die Hochwaldalm selbst hat einen kleinen Gastronomiebetrieb – saisonal geöffnet, meist ab Ostern, freitags bis sonntags ab 11 Uhr. Wer sicher gehen will, ruft vorher kurz an (+49 6871 507 170). Wer Selbstversorger ist: Hier schmeckt die mitgebrachte Brotzeit sowieso am besten.

Praktische Infos auf einen Blick

  • Startpunkt: Parkplatz Harteichhütte bei Wadrill (Landkreis Merzig-Wadern)
  • Anfahrt: A1, Ausfahrt Nonnweiler-Bierfeld, dann L365 nach Wadrill, Hochwaldstraße Richtung „Zur Alm”
  • Länge: 8,9 km, Rundtour
  • Höhenunterschied: ca. 182 m Aufstieg
  • Dauer: 2,5 bis 3 Stunden gemütlich
  • Beste Jahreszeit: Mai bis Oktober; im Frühsommer steht das Grün am sattesten, im Herbst brennen die Buchen
  • Ausrüstung: Festes Schuhwerk mit Profil, vor allem nach Regen – die Pfade am Bach und die Holztreppe an der Burg werden glitschig
  • Einkehr: Hochwaldalm (saisonal); sonst Selbstversorger
  • Hunde: Gut geeignet – viel Schatten, Wasser am Weg

Der Weg ist vom Deutschen Wanderinstitut zertifiziert und liegt im Naturpark Saar-Hunsrück, der auch Teile des nördlichen Saarlands einschließt. Wer mag, hängt nach der Runde noch einen kurzen Abstecher zur Grimburg dran – sie liegt nicht weit vom Parkplatz entfernt und ist optionaler Bonus, ohne den die Hauptrunde nichts vermisst.

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